365 Tage besetzt
Auch um drei Uhr nachts, an Heiligabend und am Ostersonntag ist jemand da. Die Zentrale kennt keine Bürozeiten und keine Betriebsferien.
Notrufzentrale
Ein Hausnotruf ist nur so gut wie die Menschen am anderen Ende. Deshalb erklären wir hier genau, was in der Notrufzentrale passiert – bevor Sie sich entscheiden, nicht erst danach.
Das Grundprinzip
Die Notrufzentrale ist an jedem Tag im Jahr rund um die Uhr mit Menschen besetzt – nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Die Notrufbearbeitung übernimmt eine professionelle Leitstelle, die auf Notrufe spezialisiert ist.
Auch um drei Uhr nachts, an Heiligabend und am Ostersonntag ist jemand da. Die Zentrale kennt keine Bürozeiten und keine Betriebsferien.
Die Mitarbeitenden sind für die Notrufbearbeitung ausgebildet. Sie wissen, welche Fragen sie stellen müssen und wie sie ruhig durch eine Ausnahmesituation führen.
Beim Eingang des Notrufs erscheinen Ihre hinterlegten Angaben sofort auf dem Bildschirm. Niemand muss erst nachfragen, wer Sie sind und wo Sie wohnen.
Die Notrufkette
Ein Hausnotruf ist mehr als ein Gerät. Dahinter steht eine abgestimmte Kette aus Technik, geschulten Menschen in der Notrufzentrale und einem Maßnahmenplan, den Sie vorher gemeinsam mit uns festlegen.
Ein Druck auf den Sender genügt – am Handgelenk, als Halskette oder direkt am Gerät. Der Knopf ist groß und fühlbar, damit er auch im Dunkeln zu finden ist.
Die Basisstation oder das mobile Gerät baut sofort die Verbindung zur Notrufzentrale auf – je nach Gerät über Telefonnetz, Internet oder Mobilfunk.
Geschulte Mitarbeitende sprechen über die Freisprecheinrichtung mit Ihnen. Sie müssen keinen Hörer abnehmen und nicht zum Telefon gehen.
Ihre hinterlegten Angaben erscheinen sofort auf dem Bildschirm: Wohnsituation, Vorerkrankungen, Kontaktpersonen und der vereinbarte Maßnahmenplan.
Je nach Lage werden Angehörige, Nachbarn, ein Bereitschaftsdienst oder direkt der Rettungsdienst verständigt – genau in der Reihenfolge, die Sie festgelegt haben.
Die Zentrale bleibt am Vorgang, bis Hilfe eingetroffen ist, und informiert auf Wunsch Ihre Angehörigen darüber, was passiert ist.
Alle Schritte der Notrufkette
Ihr Maßnahmenplan
Der Maßnahmenplan ist das Herzstück des Hausnotrufs. Er wird bei der Einrichtung gemeinsam mit Ihnen erstellt – und Sie können ihn jederzeit mit einem Anruf ändern lassen.
Drei Beispiele
Tochter wohnt zwei Straßen weiter. Bei einem Notruf wird zuerst sie angerufen. Meldet sie sich nicht, geht es weiter an die Nachbarin mit dem Zweitschlüssel.
Sohn wohnt 400 km entfernt. Er soll informiert werden, kann aber nicht helfen. Deshalb wird im Ernstfall zuerst ein Bereitschaftsdienst alarmiert und der Sohn anschließend benachrichtigt.
Bekannte Herzerkrankung. Bei ausbleibender Antwort wird nicht erst die Familie durchtelefoniert, sondern direkt der Rettungsdienst verständigt. Zeit zählt hier mehr als Rücksprache.
Vier typische Situationen
Nicht jeder Notruf ist ein Rettungswagen-Einsatz. Die Zentrale unterscheidet – das ist ihre eigentliche Leistung.
Sie sagen, dass alles in Ordnung ist. Die Mitarbeitenden bestätigen das kurz, beenden den Vorgang – und das war's. Keine Kosten, kein Einsatz, keine Ermahnung.
Sie schildern kurz, was passiert ist. Je nach Lage wird die Nachbarin mit dem Schlüssel geschickt, ein Bereitschaftsdienst alarmiert oder der Rettungsdienst gerufen. Die Zentrale bleibt währenddessen mit Ihnen in Verbindung.
Schweigen wird als Notfall gewertet. Die Mitarbeitenden arbeiten den Maßnahmenplan ab – ohne zu warten, ob sich doch noch jemand meldet. Genau dafür ist der Plan da.
Auch das kommt vor: Jemand fühlt sich unwohl und möchte mit einem Menschen sprechen. Die Zentrale hört zu und ordnet ein, ob ärztliche Hilfe nötig ist. Ein Notruf ist keine Prüfung, die man bestehen muss.
Datenschutz und Privatsphäre
Nein. Die Basisstation ist kein Mithörgerät. Das Mikrofon wird erst aktiv, wenn ein Notruf ausgelöst wurde. Es gibt keine dauerhafte Tonaufzeichnung und keine Kamera.
Ihre Angaben werden ausschließlich für die Notfallbearbeitung verwendet und sind nur für die Mitarbeitenden der Notrufzentrale einsehbar. Eine Weitergabe zu anderen Zwecken, etwa für Werbung, findet nicht statt.
Welche Daten konkret gespeichert werden und auf welcher Rechtsgrundlage, erläutert unsere Datenschutzerklärung.
Nur so weit, wie Sie es im Maßnahmenplan festgelegt haben. Sie bestimmen, wer im Ernstfall angerufen wird – und wer nicht. Auch ein „bitte nicht informieren" ist eine gültige Angabe.
Wenn Sie längere Zeit nicht zu Hause sind, etwa bei einem Krankenhausaufenthalt oder einem Urlaub, sagen Sie uns bitte Bescheid. Wir hinterlegen den Zeitraum, damit im Falle eines technischen Alarms nicht unnötig jemand zu Ihrer Wohnung geschickt wird.
Kostenlos und unverbindlich
Sie schildern uns kurz, worum es geht – wir sagen Ihnen ehrlich, welche Leistungen infrage kommen und was Ihre Pflegekasse davon übernehmen kann. Ohne Vertrag, ohne Verpflichtung.
Mo–Fr 08:00–16:00 Uhr. Außerhalb der Bürozeiten nehmen wir Ihre Nachricht entgegen und rufen am nächsten Werktag zurück.
Die 24/7-Notrufzentrale für bestehende Hausnotruf-Kundinnen und -Kunden ist davon unabhängig – sie ist immer erreichbar.